Umwelt

Als Anbieter verpflichten wir uns zu besonderer Rücksichtnahme auf die Umwelt. Dies gebietet schon unser wirtschaftliches Interesse, denn wer würde schon Canyoning in einer verdreckten Kloake buchen?
Alle unsere Führer haben Natur- und Umweltkunde als Teilbereich ihrer Ausbildung durchlaufen und stehen ebenso wie die Canyonauten für einen sauberen und respektvollen Umgang mit unserer Umwelt.

Dass Canyoning als solches von Naturschützern bisweilen kritisch betrachtet wird, liegt in der Natur der Dinge, da wir uns in Zonen bewegen, die ansonsten nur von sehr wenigen oder keinen Menschen betreten werden. Bei diesem Gedanken sollten wir allerdings nie vergessen, dass sich die meisten Schluchten durch Hochwasserereignisse quasi in einem permanenten Katastrophenzustand befinden und die dort ansässigen Arten deshalb überdurchschnittlich widerstandsfähig sind.

2001 wurde vom deutschen Alpenverein eine Untersuchung der Umweltverträglichkeit von Canyoning beauftragt. Die komplette Abhandlung findet sich hier zum nachlesen. Ein paar ausgewählte Stellen dieses Textes seien hier dennoch zitiert:

  • In den Alpen wurden einige dieser Schluchten bereits in der Vergangenheit intensiv genutzt, insbesondere durch die Holzwirtschaft (Trift). In jüngster Zeit spielte die Wasserkraft-Nutzung von Gebirgsbächen und –flüssen und nicht zuletzt die Wildbachverbauung eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Wildbäche. So gelten alpenweit nur noch 10 % aller Hauptflüsse als natürlich. (Vorwort)
  • Im Hinblick auf Vegetation und Flora ist ein durchgängiger, erheblicher, nachteiliger Einfluss durch Canyoning zu verneinen; In Sonderfällen entstehen Konflikte zwischen den Zielen des Naturschutzes (Schutz und Erhaltung gefährdeter Pflanzenarten und Gesellschaften) und Canyoning, die aber in vielen Fällen durch eine geeignete Routenwahl entschärft werden können. (S.71)

Leider findet sich dort aber auch dieser Satz:

  • Eine geringe Rücksichtnahme gegenüber der Natur (..) kann ich nach meinen Beobachtungen von Canyoning-Gruppen zu einem beträchtlichen Teil bestätigen (S.10)
Wie so oft ist es also nicht die Sportart, die negativ zu bewerten wäre, sondern einzelne unvernünftige Führer und Gäste. Wir bei den Canyonauten werden unser möglichstes tun, damit in einer künftigen Untersuchung ein besseres Urteil über Canyoninggruppen gefällt werden wird.