Canyoning FAQs

Was ist Canyoning?

Beim Canyoning werden alpine Gebirgsbäche begangen. Meist erfolgt die Begehung von oben nach unten. Ein Boot wird dazu - im Gegensatz zum Rafting - nicht benötigt und wäre eher hinderlich.
Canyoning kombiniert verschiedene Fortbewegungs- und Sportarten. Neben dem einfachen Gehen im Flussbett gehört oftmals auch ein wenig klettern zu den Touren. Auch Schwimmpassagen sind häufig anzutreffen. Je steiler ein Bachlauf, umso rascher folgen Wasserfälle und Steilstufen aufeinander. Wasserfälle werden beim Canyoning gerutscht, gesprungen oder abgeseilt. Canyoning vereint somit Wassersport und Bergsport auf eine einzigartige und spannende Weise.

Was muss ich mitbringen?

Mitzubringen sind zwei paar Schuhe. Eines davon muss nass werden dürfen, da es in den Canyon angezogen wird. Optimal sind leichte Wander- bzw. Trekkingschuhe oder Laufschuhe. Bitte keine flexiblen Neoprenschuhe bzw. Wasserschuhe, Schlappen, Flip-Flops, Crocs oder ähnlich instabiles Schuhwerk für den Canyon mitnehmen!!! Eine Plastiktüte um die nassen Schuhe nach der Tour zu verstauen ist oft hilfreich.
Die von uns gestellte Neoprenausrüstung ist ausreichend warm und wird nach jeder Tour gewaschen. Dennoch muss jeder Gast mindestens Bade- bzw. Unterwäsche unter den Neoprenanzug ziehen, also an Wechselwäsche denken. Außerdem ist ein Handtuch angenehm.
Zum weiteren "drunterziehen" eignen sich alle synthetischen Stoffe wie bspw. Fleece-Pullover, Skiunterwäsche, "Odlo", Trikots, etc. Ungeeignet sind lange oder weite Badeshorts (Boardshorts), da diese unter dem Neoprenanzug "bollern". Ebenso ungeeignet sind alle Baumwollteile, da diese dem Körper Wärme entziehen.
Brillenträger nehmen bitte ein Brillenband oder ein stabiles Etui für ihr Brille mit. Kontaklinsenträger können, falls der Wunsch besteht eine Schwimmbrille tragen oder Ersatzkontaklinsen mitführen. Falls Ihr regelmäßig Medikamente einnehmen müsst, bringt Ihr bitte auch diese mit zum Treffpunkt, wo sie euer Führer wasserdicht verpacken kann. Lange Haare müssen während den Touren zusammen gebunden werden, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Bitte denkt also auch an ein Haarband. Im Canyon haben wir keine Verwendung für Schmuck, Schminke oder Wertgegenstände, also lasst diese bitte im Auto oder geich zu Hause...

Ist so etwas gefährlich?

Manche Teilnehmer fürchten sich, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt, oder weil sie prahlerischen bzw. angstmacherischen Geschichten von Kollegen aufgesessen sind. Dazu besteht kein Grund. Eines jedoch muss jedem Teilnehmer von vornherein klar sein: eine Garantie, dass nichts passieren wird kann es nicht geben. In jedem Sport besteht ein Verletzungsrisiko, beim Golf ebenso wie beim Basketball oder Canyoning. Die Besonderheit des Outdoorsports bringt es allerdings mit sich, dass wir uns schwer kalkulierbaren Gefahren wie z:B. Steinschlag aussetzen. Wir versuchen diese Risiken weitestgehend zu minimieren. Im konkreten Fall durch Ausrüstung (Helm, Gurt und Anzug) sowie das Wissen und die Umsicht unserer Führer. Eine 100%ige Sicherheit kann es zwar nie geben, aber dennoch braucht niemand Angst zu haben. Innerhalb der Outdoorsportarten kann Canyoning sogar als eher ungefährlich gelten, da es im Gegensatz etwa zum Bergsteigen meist unter professioneller Anleitung erfolgt. Unsere Führer sind erstklassig ausgebildet und arbeiten nach einer zuallererst auf Sicherheit bedachten Philosophie und einwandfreier Ausrüstung.
Unter der Anleitung eines Profis, so lautet unsere persönliche Erfahrung aus hunderten Canyoningtouren wachsen alle Teilnehmer über sich hinaus! Wir achten gerade deswegen speziell darauf, niemanden zu überfordern: Sprungstellen können abgeseilt werden, Abseilstellen können umlaufen werden. Alles ist möglich aber niemand wird zu irgendetwas gezwungen.

Wo treffen wir uns?

Der Treffpunkt wird den Teilnehmern per Email mitgeteilt. Eine gewisse Flexibilität ist nötig, da wir je nach Witterung und Wasserstand auch kurzfristig die begangenen Schluchten ändern, um für jeden Gast ein optimales Erlebnis zu erzielen. Die häufigsten Treffpunkte sind dennoch im Punkt Anfahrt näher beschrieben.

Wird es sehr kalt?

Unter Umständen ja, denn das Wasser der Gebirgsbäche erreicht auch im Hochsommer nur selten den zweistelligen Bereich. Unsere Neoprenausrüstung bietet den meisten Menschen völlig ausreichenden Wärmeschutz, eine Ergänzung durch selbst mitgebrachte Ausrüstung, die unter das Neopren gezogen wird kann dennoch ein Wohlfühlplus schaffen. Baumwolle ist hierbei ungeeignet, echte Wolle (Merino) oder synthetische Stoffe wie z.B. Fleece und Odlo eignen sich deutlich besser (Tipp: Skiunterwäsche, Trikots) (siehe auch Was muss ich mitbringen?). An besonders kalten Tagen kann die Mitnahme von Handschuhen und einer Badekappe Sinn machen.
Auch nach dem Ende der Tour empfiehlt sich warme Kleidung, insbesondere da die Temperatur in den Bergen meist deutlich kälter ist, als in der Stadt!

Gibt es Gutscheine?

Natürlich gibt es auch Gutscheine, gerne auch als Geschenk verpackt. Einfach anrufen und informieren, welches Angebot am Besten zu Euch passt.

Haben wir bei der Aktion Versicherungsschutz?

Sowohl Die Canyonauten, wie auch alle freiberuflich tätigen Führer verfügen über eine speziell auf die von uns angebotenen Touren zugeschnittene betriebliche Haftpflichtversicherung. Wir empfehlen aber den Abschluss einer Reiserücktrittversicherung und setzen voraus, dass Ihr über eine eigene Unfall-, Kranken-, und Haftpflichtversicherung verfügt. Bei Auslandstouren (auch Österreich) sollte abgeklärt werden, ob eure Versicherung auch im Ausland und für die gebuchte Aktion gültig ist.

Wo finden die Aktionen statt?

Die meisten unserer Touren finden im Allgäu bzw. den angrenzenden österreichischen Bundesländern Tirol und Vorarlberg statt. Unsere Führer kennen sich aber im gesamten Alpenraum hervorragend aus, so dass wir Euch auch an andere Plätze begleiten können. Und falls wir uns an Eurem Traumziel einmal nicht optimal auskennen sollten, helfen wir natürlich gerne mit der Weitervermittlung an Ortskundige!

Wer kümmert sich um übernachtungen?

Wir bitten darum, dass die Teilnehmer unserer Touren sich selbst um Ihre Übernachtungen kümmern. Trotzdem sind wir natürlich gerne bereit, bei der Suche nach einer Unterkunft mitzuhelfen. Insbesondere im Allgäu bieten sich unsere dauerhaften und erfahrungsgemäß sehr guten Partner an.

Wie viele Personen nehmen an einer Tour teil?

Aus Sicherheitsgründen versuchen wir bewusst, unsere Touren "klein" zu halten und haben strikte Obergrenzen (max 8 Personen je Führer bei der Einsteigertour bis zu max. 5 Personen je Führer bei anspruchsvolleren Touren) Solltet Ihr jedoch mit einem ganzen Bus anreisen wollen, so finden wir auch hier eine sicherheitsverträgliche Lösung (mehr Führer, Aufteilung der Gruppe, etc.)
Unsere Mindestteilnehmerzahl liegt bei allen Aktiviäten bei 3 Personen. Wir behalten uns vor bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl die Tour bis 7 Tage vor Beginn abzusagen.

Was ist bei Regen?

Sicherheit hat bei der Durchführung all unserer Touren oberste Priorität. Sollte das Wetter eine sichere Tourdurchführung verhindern (oder Grund zu dieser Annahme geben), erhaltet Ihr von uns einen Gutschein für einen Ausweichtermin oder eine andere Aktivität. Bei den meisten Wetterlagen (Ausnahme: Starker Dauerregen, heftiger Platzregen, Gewitter) sind unsere Touren allerdings durchführbar und wir handeln getreu dem Motto "nass wird man ja sowieso". Im Zweifel kontaktiert uns bitte und vergewissert Euch.

Was ist, wenn ich verhindert bin?

Bis vier Wochen vor Tourbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 10% einbehalten, bei Abmeldung bis 14 Tagen 25% und bis 2 Tage vor der Tour 50%. Bei Nichterscheinen sind 100% Stornogebühren zu zahlen. Sollten Ersatzpersonen gefunden werden entfallen die Stornogebühren.
Wir empfehlen all unseren Gästen eine Reiserücktrittskostenversicherung (www.elvia.de) abzuschließen. Wir bitten um Verständnis, dass wir Ausfälle von Personen, aus welchen Gründen auch immer, nur bis zu einem gewissen Maße kulant handhaben können.

In welchem Zeitraum sind die Touren möglich?

Die Sommeraktivitäten finden von Mitte April bis Ende Oktober statt, Winteraktivitäten je nach Schneelage. Für Auslandstouren können diese Daten variieren. Wir sind generell sieben Tage die Woche aktiv, empfehlen jedoch jedem Gast eine Tour an Werktagen, wo wir uns besonders einsam durch die Natur bewegen können und das Erlebnis so intensiviert wird.

Wie läuft die Buchung ab?

Ruf uns einfach an oder sende uns eine Nachricht und wir erstellen Dir sofort ein individuelles Angebot. Wir bitte um frühzeitige Buchung, da unsere Touren alle eine maximale Teilnehmerzahl haben. Bei Buchung/Reservierung werden 20% Anzahlung fällig. Der Restbetrag sollte bis 2 Wochen vor, jedoch spätestens bei Tourbeginn beglichen sein

Wie fit muss ich sein?

Zu den Gästen der Canyonauten zählen neben Individualpersonen auch Firmen (Incentives, Betriebsausflüge, etc), Schulklassen (Outdoor-Programme, Schullandheime), Familien (Ausflüge mit Jung und alt), Junggesellenabschiede, die britische Royal Air Force (Adventurous Training Program) und viele weitere Gruppen
Häufig wird Canyoning zu den Extremsportarten gezählt, dies ist in unseren Augen jedoch ein falsches und verzerrtes Bild. Ganz gewiss muss man kein Extremsportler sein, oder extreme Risiken eingehen, um Canyoning zu betreiben. Nur ein wenig Mut und die Bereitschaft neues zu wagen gehört dazu. Canyoning zählt eher zu den FUN-Sportarten, da auf den Touren sehr schnell und ohne nötige Vorkenntnisse auch für Ungeübte ein sehr intensives und einmaliges Erlebnis erzeugt werden kann.
Für die meisten Touren reicht eine normale körperliche Fitness. Bitte seht aber unter der jeweiligen Tourenbeschreibung noch einmal genau nach, welche Voraussetzungen gefordert sind. Alkoholisierten Personen und Personen, die nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte erscheinen ist die Teilnahme an der Tour untersagt. Dasselbe gilt leider auch für Personen, die ein Krankheitsbild aufweisen, dass ein sofortiges notärztliches Eingreifen erfordern würde.